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Bundestrainer grüßt alle Handballkinder in Hannover-Anderten …

RTV M-1883 als Island bei der Handball Mini-EM 2018

Zum dritten Mal in Folge reisten die D-Jugend Handballer des RTV M-1883 am ersten Wochenende des Jahres nach Hannover-Anderten, Handball Mini-Europameisterschaft stand auf dem Programm.

Bereits zum 10. Mal organisierten viele tatkräftige Helfer des TSV Anderten dieses in der Größe und der Atmosphäre wohl einzigartige Jugendturnier in Deutschland. Im Vorgriff auf die anstehende Europameisterschaft – Videobotschaft des Handball-Nationaltrainers auf Facebook – spielten die 16 teilnehmenden Teams diese vor, wobei jede Mannschaft in den Nationalfarben stellvertretend für eine Nation auflief.

Die Rheinbacher, die sich erfolgreich um die Teilnahme beworben hatten, gingen als Vertreter Islands ins Turnier. Begleitet von einer imposanten Fanhorde, insgesamt machten sich 45 Personen auf den Weg nach Hannover, kam der Tross nach guter Anreise Freitagnachmittag im Turnierhotel an. Es ist eine Besonderheit dieses Turnieres, dass alle Mannschaften und Begleiter in einem Hotel untergebracht werden und so ausreichend Gelegenheit besteht, auch außerhalb der Sporthallen Kontakte zu knüpfen.
Erster Höhepunkt war der Einstieg am Freitagabend im Tumultus-Spieleland Hannover, hier verbrachten alle Teams beim gemeinsamen Essen und ausreichend Zeit zum austoben die ersten Stunden miteinander.
Samstagvormittag war frühes Aufstehen angesagt, bereits gegen 07:00 Uhr wurden die Rheinbacher Spieler von ihren Trainer Florian und Jan geweckt und nach einem gemeinsamen Frühstück erstmal durch den Tierpark Hannover gescheucht, um an der frischen Luft die letzten Reste von Müdigkeit und Anreise aus den Knochen zu bekommen.
Geschlossen setzte sich dann der Rheinbacher Tross dann in Bewegung in Richtung Sporthalle Bemerode, wo zwei der insgesamt 4 Turniergruppen ihre Vor- und Zwischenrundenspiele absolvierten. Große Augen dürften die anderen Teams und Begleiter gemacht haben, als die Rheinbacher lautstark mit Wikingerhelmen, Trommeln und dem typisch isländischen Schlachtruf „Huh!“ in die Halle einfielen.
Im ersten Vorrundenspiel, wie jedes Turnierspiel beginnend mit den jeweiligen Nationalhymnen, trafen die Rheinbacher auf den Bundesliganachwuchs des HC Erlangen (Serbien). Unter frenetischem Jubel des großen Anhangs konnte dieses Begegnung deutlich mit 10:5 gewonnen werden, Trainer und Fans hatten ein sehr starkes und konzentriertes Spiel ihrer Mannschaft gesehen. Vor und nach dem Spiel stimmten die Rheinbacher das „Huh“ an, eine Szenerie, die sich im Turnierverlauf immer weiter bis zum Höhepunkt steigern sollte.
Spiel 2 wurde gegen Schweden (TuS Bothfeld) nach unglücklichem Spielverlauf knapp mit 8:10 verloren. Spiel 3 gegen Kroatien (JSG Köngen Plochingen) war dann an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten; nach teilweise deutlichem Rückstand konnten die Rheinbacher 40 Sekunden vor Spielende den Ausgleich zum 8:8 erzielen und mussten am Ende doch noch das entscheidende 8:9 hinnehmen.
Der Stimmung in der Halle tat dies keinen Abbruch, jede Aktion der Isländer/Rheinbacher wurde frenetisch und lautstark bejubelt und dem inzwischen kategorischen „Huh“ konnte sich längst schon niemand in der Halle mehr entziehen.
Das erste Spiel der Zwischenrunde brachte Weißrussland (GIW Meerhandball) als Gegner. Hier zeigten die Rheinbacher, dass sie sich von den letzten beiden Spielen nicht aus der Ruhe bringen ließen und konnten das Spiel verdient mit 8:6 gewinnen.
Zum Abschluss des ersten Turniertages wartete die Mannschaft von Handball Lemgo in den Farben Österreichs auf die jungen Isländer. Hier wurde um jeden Ball gekämpft und füreinander gearbeitet, am Ende musste man sich aber völlig verdient der klaren körperlichen Überlegenheit des späteren Turniersiegers und Europameisters mit 5:19 geschlagen geben.
Während sich Eltern und Betreuer zum Abschluss des ersten Turniertages im Hotel zum Gala- und Sponsorendinner zusammen fanden, war für die Handballer die Players Night, ein gemeinsames Buffet aller Mannschaften organisiert. Auch hier wieder viel Zeit, sich mit den vielen anderen Handballbegeisterten zusammen zu setzen oder einfach auch mal nur das Mannschaftshotel auf den Kopf zu stellen.
Turniertag 2 begann für die Rheinbacher dann früh um 06:30 Uhr, nach dem Frühstück ging das Team zu Fuß zur großen Sporthalle am Eisteichweg, wo am Sonntag die Hauptrunden- und Finalspiele stattfanden.
Der Gegner, die TSG Ludwigshafen als Norwegen kamen mit der frühen Anwurfzeit deutlich besser zurecht, konnten sich im Spiel früh absetzen und den Vorsprung sicher und souverän mit 16:8 nach Hause bringen.
Sportlich war das Turnier hiermit für die Rheinbacher beendet, am Ende stand ein respektabler einstelliger Tabellenplatz 9 auf dem Tableau.
Was sich dann in der Folge an Begeisterung, Emotion und Atmosphäre in der Halle abspielte, war mit Worten kaum mehr greifbar und macht die Einzigartigkeit dieses Turnieres aus.
Ob der Einmarsch aller Nationen / Mannschaften mit Pyrotechnik, der Besuch des DHB-Maskottchens Hanniball, der Auftritt der Samba-Gruppe Samba Beija Flor, ein Höhepunkt jagte den anderen und brachte allen Teilnehmern Gänsehautatmosphäre.

Höhepunkt der Rheinbach-Isländischen Fanschar, die sich im Turnierverlauf lautstark als Spanier, Deutsche, Montenegriner, Schweden und Slowenen gezeigt hatten war dann die Ehrung ihres jüngsten Fans Ben, der stellvertretend für alle mitgereisten Isländer den Preis als „verrücktester Fan des Turniers“ erhielt. Im Anschluss gab es dann als Dank für alle Anwesenden und als große gemeinsame Handballfamilie ein riesiges gemeinsames „Huh“ der ganzen Halle, aller 16 Teams und der vollbesetzten Zuschauerränge.

Neben der Auszeichnung, die als Publikumspreis vergeben wurde, gab es als Dank und Anerkennung des Veranstalters hierfür eine Wildcard für die Handball Mini-WM 2019, ab sofort laufen also in Rheinbach wieder die Vorbereitungen für das nächste Jahr.

Sieger waren am Ende alle, die dabei sein und unvergessliche Eindrücke mit nach Hause nehmen konnten.

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